SV SANDHAUSEN

"Vor dem TV ist man nervöser und fiebert in einer anderen Form mit"

Angreifer Patrick Schmidt im Interview vor der Partie des SVS beim 1. FC Heidenheim

Schöner Besuch am Rande der Übungseinheit des SVS am Freitagmittag: Angreifer Patrick Schmidt, der in der Partie gegen den VfL Osnabrück (3:0) am 28. Februar einen Bruch im linken Mittelfuß erlitten hatte und seitdem ausfällt, schaute sich das Training seiner Kollegen an und wünschte ihnen für die Partie am Sonntag beim 1. FC Heidenheim viel Erfolg.

Für den 27-Jährigen bietet das Spiel eine besondere Konstellation: Schmidt ist aktuell vom FCH an den SVS verliehen – wenngleich dieses Thema für ihn letztlich doch keine so große Rolle spielt, da für ihn feststeht: „Ich bin Spieler des SV Sandhausen. Ich drückte am Sonntag zu 100 Prozent dem SVS die Daumen!“

Im Interview spricht Schmidt zudem über seinen aktuellen Gesundheitszustand und die jüngsten Partien des SVS aus seinem Blickwinkel.

Patrick, schön, dich wieder in Sandhausen zu sehen. Die erste Frage ist direkt die wichtigste: Wie geht es dir derzeit?

Vielen Dank, mir geht es ganz gut. Ich bin gerade in der zweiten Woche ohne Krücken unterwegs. Der Fuß hat nicht reagiert, die Belastung wird nun mit der Zeit Schritt für Schritt gesteigert. Mit dem bisherigen Verlauf der Regeneration bin ich sehr zufrieden.

Wie können wir uns die Belastung und dein Trainingspensum derzeit vorstellen, was darfst du schon alles machen, wo musst du dich noch zurückhalten?

Ich habe mit Laufeinheiten auf einem sogenannten schwerelosen Laufband begonnen, mit etwa 65 Prozent Körpergewicht. An normales Joggen ist derzeit noch nicht zu denken, auf diese Weise kann ich aber schon drei, vier Wochen vor dem Wiedereinstieg mit dem Ausdauertraining beginnen. In der Phase, in der ich mich aktuell befinde, ist das Gold wert.

Du musst unsere Spiele derzeit vor dem Fernseher verfolgen. Wie hast du die jüngsten Partien erlebt – von den spektakulären Siegen gegen den Hamburger SV und Hannover 96 über die bittere Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth bis zum Spiel in Kiel?

Ich denke, es kann sich jeder vorstellen, dass es viel nervenaufreibender ist, vor dem Fernseher sitzen zu müssen anstatt auf dem Platz stehen zu können. Vor dem TV ist man deutlich nervöser und fiebert mit der Mannschaft in einer ganz anderen Form mit, kann aber selbst nicht eingreifen. So war es bei mir in den vergangenen Wochen auch. Die beiden Siege haben uns in einer super Situation gebracht. Das Spiel gegen Greuther Fürth war natürlich sehr ärgerlich. Ich habe es so gesehen, dass wir die Partie nach diesem Verlauf eigentlich hätten gewinnen müssen. Fürth und Kiel sind natürlich zwei Gegner, gegen die man verlieren kann. Wir haben aber gegen Hamburg und Hannover gezeigt, dass wir in dieser Liga gegen jedes Team punkten und auch gewinnen können. Genau so müssen wir nun auch in das Spiel in Heidenheim gehen.

Du sprichst es an: Am Sonntag gastieren wir beim 1. FC Heidenheim. Auch wenn du nicht dabei sein kannst, ist das für dich natürlich ein besonderes Spiel, schließlich bist du gerade vom FCH an den SVS ausgeliehen. Wie siehst du der Partie entgegen?

Ehrlich gesagt, mache ich mir gar nicht so große Gedanken vor diesem Spiel, wie es Außenstehende vielleicht vermuten würden. Ich bin Spieler des SV Sandhausen, und für uns steht deutlich mehr auf dem Spiel als für den Gegner, auch wenn die Heidenheimer unter Umständen noch oben reinrutschen könnten. Für uns hingegen geht es noch um alles. Ich drückte am Sonntag zu 100 Prozent dem SVS die Daumen!

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